Eigentlich macht mir das Schreiben von Source- oder Script-Code nicht mehr so viel Spaß. Ich muss das zwar häufiger tun, aber nicht für das Internet. Und dann kommt Jörg Kantel vom Schockwellenreiter um die Ecke und schreibt über Neocities, die 90er Jahre, das Indieweb und den Phoenix Code Editor.
Irgendwie begann da in meinem Kopf eine Zeitreise in die Vergangenheit. Ich erinnerte mich an all die Websites, die nicht responsiv waren, weil es Div-Elemente und CSS damals noch gar nicht gab. Sie wurden für feste Auflösungen mit Tabellen optimiert. Und ganz besonders wichtig war der Lauftext mit dem „marquee“-Tag. 🤭
Und was für eine Hölle war es, eine Website so zu gestalten, dass sie auch im Internet Explorer irgendwie funktionierte.
Natürlich schaut man oft etwas verklärend auf die Vergangenheit zurück, aber das war damals schon eine spannende Zeit.
Der Phoenix Code Editor gehört hingegen nicht dazu. Er ist die heutige Alternative zu Visual Studio von Microsoft und firmierte anfangs unter dem Namen Brackets, eine Open-Source-Entwicklung von Adobe. Im Jahr 2021 wurde der Editor freigegeben und wird seitdem als freies Community-Projekt (GPL) unter dem Namen „Phoenix Code Editor” weitergeführt.
Ich habe mir die aktuelle Version mal installiert und ja, was soll ich sagen, ich hänge da öfter mal im Editor rum und baue Seiten 😄
Ich finde es interessant, was das mit meinem Kopf macht. Einerseits finde ich es spannend, wieder zu erleben, welchen Aufwand man damals betrieben hat, um ein Blog mit chronologischer Timeline ins Netz zu stellen. Das mir WordPress heutzutage dabei vieles abnimmt, außer dem Schreiben selbst, ist eine große Erleichterung. Wenn ich aber erlebe, wie nah man wieder dran ist, wie schnell, sicher und ressourcenschonend HTML und CSS sind, kann man schon ins Grübeln kommen.
Quelle: Schockwellenreiter (Kategorielink zum Thema)

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