Ich spiele nebenbei wieder einmal mit der äußerst minimalistischen Blogsoftware WriteFreely herum, die ActivityPub unterstützt. Allerdings nur in eine Richtung.
Man kann zwar WriteFreely-Blogs im Fediverse folgen, als Betreiber eines solchen Blogs ist es jedoch nicht möglich zurückzufolgen. Auch bekommt man nicht mit, wenn jemand im Fediverse auf einen Artikel antwortet, da es kein Kommentarsystem gibt. Um das zu realisieren, braucht man einen zweiten Fediverse-Account.
Im Gegensatz zu anderen Systemen, wie z.B. WordPress, offenbart sich WriteFreely als leeres Blatt Papier, das beschrieben werden will – und das ist wörtlich zu nehmen. Einen Editor im klassischen Sinne gibt es dort nicht. Man schreibt seinen Text in Markdown und sendet ihn ab. Mittlerweile gibt es sogar eine Vorschaufunktion. Bitte nicht lachen, die gab es lange Zeit nicht 🤭
Erweiterbarkeit durch Plug-ins? Nope. Themes installieren? Auch das ist nicht möglich. Man stylt mit CSS und HTML selbst und die Möglichkeiten sind diesbezüglich beschränkt, aber auch interessant. Medienverwaltung? Gibt es nicht. Alles lässt sich mit Markdown von extern Quelen einbinden.
Ganz ehrlich, ich liebe Systeme, die sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren und nicht alles sein wollen. Keine Sorge, das soll jetzt kein WordPress-Bashing werden, aber ich finde es immer wieder spannend, dass ich minimalistischen Systemen gefühlt viel näher stehe. Trotzdem nutze ich WordPress, da es immer etwas gab, das sich damit einfacher umsetzen ließ als mit den anderen Systemen, die ich verwendet habe.
Ich habe WriteFreely über einen längeren Zeitraum hinweg sehr zufrieden genutzt, gerade weil es so minimalistisch ist.

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