Im Zusammenhang mit Blogs habe ich in letzter Zeit häufiger gelesen, das sich Blogbetreiber aus dem Fediverse zurückziehen. Persönlich finde ich das sehr schade.
Die Gründe sind natürlich immer persönlicher Natur. John von Rausgerufen schreibt z.B:
Es liegt mir einfach nicht mehr, klar es gibt schon nette Menschen dort aber auf den ganzen Rest habe ich keine Lust mehr.
Hennig Uhle schreibt:
Als ich im September meine Mastodon-Pause auf unbestimmte Zeit eingeläutet hatte, wusste ich nicht, dass ich das Fediverse nicht mehr fühle.
Das sind gerade zwei aktuelle Fälle, die in meinem Feedreader aufschlugen.
Ich halte mich sehr viel im Fediverse auf und bin seit 2018 dabei. Es ist sozusagen meine Homebase. Und auch wenn ich vielen Blogs per RSS-Feed folge, fand ich es immer schön, das auch im Fediverse zu können. Hier mal schnell eine Nachricht zu hinterlassen, stellt so gesehen auch eine geringere Hürde dar, als einen Kommentar im Blog zu schreiben. So empfinde ich das zu mindestens.
Soweit ich das verstehe, geht es aber nicht nur um die Blogpräsenz als solche. Vielmehr fühlt man sich im Fediverse oder generell mit Social-Media-Diensten nicht mehr so wohl. Das ist dann natürlich sehr schade.
Ich finde ja, Blogs und das Fediverse haben in puncto digitale Souveränität viel gemeinsam. Deshalb finde ich es immer schade, wenn Blogs und ihre Autor:innen dort nur noch zum Teil oder gar nicht mehr vertreten sind.
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