Lesbarkeit und nicht einfach so weg

Ich zitiere hier mal Lorenzo von Lorenzos Blog:

… ich finde es sogar schön, wenn am Ende ein kurzer Abschiedsbeitrag geschrieben wird und der Blog anschließend als Archiv stehen gelassen wird. So bleibt die Geschichte des Blogs erhalten, auch wenn er nicht mehr aktiv ist.

Das hat mich zum Nachdenken gebracht. Ich habe für dieses Blog einen Abschiedsbeitrag verfasst und es kurz darauf aus dem Netz genommen. Auf den Beitrag gab es Reaktionen. Diese fielen teilweise nicht ganz so positiv aus, da man glaubte, ich würde das nur aus Angst vor Unsichtbarkeit und den KI-Suchmaschinen machen. Das ist natürlich nicht der Fall. Aber man könnte meinen Abschiedsbeitrag tatsächlich so interpretieren. Das ist mir erst später aufgefallen. Den hätte ich anders schreiben müssen. Einiges wirkt zudem fast beleidigend, was so aber nicht von mir gemeint war. Das war weder einer meiner besten Beiträge noch einer meiner besten Tage.

Und auch wenn dieses junge Blog mit seinen an zehn Fingern abzählbaren Beiträgen noch keinen Archivcharakter hat, verstehe ich doch die Aussage von Lorenzo. Von daher lasse ich Blogsequenz erst einmal online und muss vielleicht mit mir selbst neu verhandeln. Denn wenn ich lese, dass die Blogwochen 2026 vor der Tür stehen, wenn ich sehe, wie andere an ihren Blogs herumbasteln, dann löst das schon noch Begeisterung und Interesse in mir aus. So wirklich raus bin ich da nicht und wahrscheinlich werde ich das auch nie sein.

In diesem Zusammenhang muss ich vielleicht etwas Ordnung in meine Gedanken bringen. Und ich kann jetzt nicht behaupten, dass mir das Verfassen dieses Beitrags keinen Spaß gemacht hat. Ganz im Gegenteil.

Kommentare

4 Kommentare zu „Lesbarkeit und nicht einfach so weg“

  1. Ich glaube, es ist eine sehr gute Idee, die Seite online zu lassen. Manchmal sticht einen später wieder der Hafer, und plötzlich geht es weiter. Das habe ich bei mir auch erlebt.

    Im Übrigen fand ich es auch schade, dass du erst aufgehört hast: https://www.henning-uhle.eu/informatik/wordpress-und-bloggen/abgetaucht-wenn-blogs-einfach-weg-sind – Und ja, ich kann die Beweggründe nachvollziehen. Aber ich finde deine Entscheidung zur Rolle rückwärts durchaus besser.

  2. Hallo Henning,
    vielen Dank für deinen Kommentar.

    Die nächste Domainverlängerung steht 2027 an und solange werde ich das Blog wohl auch erst mal online lassen. Und vielleicht kommt der Spaß ja auch wieder zurück.

  3. Mich beschäftigt vor allem, dass ein Blog offenbar selbst seinen eigenen Abschied nicht ernst nimmt.

    Da wird ein Abschiedsbeitrag geschrieben, das Licht gelöscht, die Tür abgeschlossen – und kurz darauf steht man wieder im Maschinenraum und überlegt, ob man vielleicht doch noch ein bisschen an CSS schrauben könnte.

    Das wirkt weniger wie Unentschlossenheit als wie eine ziemlich realistische Beschreibung des Bloggens. Man kann aufhören zu veröffentlichen. Man kann die Domain kündigen. Man kann sogar feierlich erklären, jetzt sei wirklich Schluss.

    Aber dann bastelt irgendwo jemand an seinem Theme, die Blogwochen werden angekündigt und plötzlich juckt es wieder in den Fingern.

    Vielleicht sollte man deshalb Abschiedsbeiträge grundsätzlich nur noch unter Vorbehalt veröffentlichen.

    „Ich höre auf.“

    Kleingedruckt: „Bis mir wieder etwas einfällt.“ 🦌

    1. Natürlich kann man das so machen, aber so ist es hier nun mal nicht passiert.🤷‍♂️

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