Daniel Berntsson, Mitgründer und Miteigentümer des VPN-Unternehmens Mullvad, spendete im Jahr 2025 fünf Millionen schwedische Kronen (umgerechnet etwa 450.000 Euro) an die Örebropartiet. Diese schwedische Partei wird in den Medien als rechtspopulistisch eingestuft und setzt sich unter anderem für eine „groß angelegte Rückwanderung” von Migranten aus Schweden ein. Zudem spricht sie sich gegen öffentlich-rechtliche Medien und Entwicklungshilfe aus.
Die Spende machte 72 % der gesamten Einnahmen der Partei im Jahr 2025 aus. Berntsson betonte, dass es sich um eine private Spende handle und diese nicht im Namen von Mullvad erfolge. Mullvad selbst distanzierte sich und erklärte, dass die Spende eine private Angelegenheit sei und nicht Teil des Unternehmensauftrags.
Quelle: Nya Dagbladet
Das dürfte speziell für Mozilla, die für ihr eigenes VPN-Angebot die Server-Infrastruktur von Mullvad nutzt, keine gute Nachricht sein. Denn eine Non-Profit-Organisation, die Wert auf Ethik und Inklusion legt, passt sicherlich nicht zu den Werten eines Daniel Berntsson. Und da spielt es überhaupt keine Rolle, ob es sich um eine private Spende gehandelt hat oder nicht.
Für mich persönlich ist Mullvad Geschichte. Egal ob nun kostenlos im Firefox-Browser oder generell als VPN. Das ist wirklich schade, denn Mullvad als Unternehmen setzt sich für ein freies und offenes Internet ein, aber ich kann Firma und einzelne Personen einfach nicht trennen.
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